Lights out San Francisco

Am Samstag, den 29.03.2008 zwischen 20:00 und 21:00 Uhr schaltet San Francisco (das ist ein Fischerdorf in Kalifornien) das Licht aus und installiert pro Mitmacher eine Energiesparlampe. Wenn alles gut geht.

Vor ein paar Tagen haben sie es schonmal gemacht. Am 20.10. um genau zu sein. Einige dörfliche Institutionen haben sich angeschlossen. Sogar Google war, von San Francisco aus aufgrufen, düster.

Das spart Strom. Zumindest auf Röhrenbildschirmen. Und Sinn der Sache war natürlich Strom sparen und Klima schützen. Verwunderlich, da die Leute im Dörfchen San Francisco zu einem großen Teil Amerikaner sind. Und in Amerika gibt es bekanntlich genug Strom, Öl und Klima.

Hier nicht. Und teuer ist er auch, der Strom. Wenn ich nur an die irrsinige Leuchtwerbung überall denke. Zum Beispiel auf der Reeperbahn. Da bin ich oft wenn ich Horst aus der Kneipe holen muss, weil er es alleine mal wieder nicht schafft. Auf dem Nachhauseweg zeigt er dann auf diese riesigen Bier- oder Tussleuchtreklametafeln und schreit “Die kenn ich, die kenn ich! Hey, ich bin Profi!”. Jaja, der Horst.

Oder Digitalanzeigen von Weckern und Geräten, was die millionenfach an Strom fressen! Ja liebe Kinder, früher hatten wir sowas nicht. Früher hatten wir Zifferblätter auf unseren Weckern. Und die sahen so aus.

Ungefähr. Doch, doch, da kann man sehen wie spät es ist. Nur nachts nicht. Und die haben auch Krach gemacht, die ganze Nacht. Da war man fast immer schon vor der Zeit wach. Und man musste sie aufziehen. Sonst liefen sie nicht. Dafür hatte man dann aber seine Ruhe. So ein Uhrwerk zum Aufziehen sah so aus, man kann es leicht nachbauen.

Im privaten Bereich macht es natürlich auch Sinn Strom zu sparen. Man schont die Umwelt und spart Geld. Ein bisschen schwierig kann es bei der Frage werden, was denn nun künftig weniger eingeschaltet oder gar komplett entsorgt wird. Ich war beispielweise dafür, dass der Videoserver weiterhin 24 Stunden am Tag laufen muss, die dekorativen Leuchtmittel aber schonmal komplett rausfliegen. Ich glaube nicht, dass ich mich durchsetzen konnte. Es wird derzeit nicht mehr mit mir gesprochen. Es ist also, wie so oft im Leben, auch in der Stromsparfrage Diplomatie gefragt. Oder Diktatur! Im letzten Fall benötigt man allerdings, neben einer großen Fresse, auch eine entschlossene Exekutive.

Jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift. Lights out San Francisco ist ne gute Sache. Das wollte ich eigentlich nur sagen.

Licht aus Mick.

Ein Kommentar zu “Lights out San Francisco”

  1. Horst

    mann du wirst ja richtig politisch….
    aber du hast recht, früher war alles besser, da haben wir die bilder sogar gemalt…heute brauchen die nen fodoapparad.
    was des batterie koscht ….mann , mann, mann!

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