Kategorie 'Dachboden'

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Beim Sputnik piept’s

Freitag, den 5. Oktober 2007

Vor 50 Jahren, am 04. Oktober 1957, schossen die Russen die Sputnik Kugel ins All. An Bord ein robuster Radiosender der den Amerikanern drei Wochen lang signalisierte: Hier bin ich.

Diese Originalaufnahme des Sputnikpiepsen, dass auf 20 und 40 MHZ gesendet wurde, hat man in Dallas aufgezeichnet. Nach drei Wochen waren die Batterien leer und am 04. Januar 1958 verglühte der Sputnik beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Nachtrag:

Die Sternwarte Bochum startete als eine Hommage an Sputnik I ihren eigenen Sputnik, genannt Sputnik 50. Im WDR Blog wurden Leser aufgefordert, das Signal zu melden wenn es aufgefangen würde. Und es meldeten sich viele. Unbedingt in die Kommentare reinschauen! Hier das Signal von Sputnik 50:

Medium: MP3

Free Burma

Donnerstag, den 4. Oktober 2007

Wie angekündigt, heute ist der 4. Oktober. Hätte es fast verpennt. Bild kann man gefälligst anklicken.

 

Falsch parken auf dem Parkplatz

Donnerstag, den 4. Oktober 2007

Die Kleinstadt Schenefeld schmiegt sich, fast wie ein Stadtteil, nahtlos an Hamburg. Und hat ein Einkaufzentrum. Dort gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Auf dem Parkplatz stand vorgestern ein Polizei VW-Bus und hat Falschparker aufgeschrieben. Auf dem Parkplatz. Sag mal, sind die eigentlich noch ganz dicht?

Die Parkflächen auf dem besagten Parkplatz sind nicht besonders als solche markiert, nur durch unterschiedliche Art der Pflastersteine. Es gibt auch ein paar Feuerwehrzufahrten aber von denen rede ich hier gar nicht. Sondern: Zwischen den Parkreihen verlaufen jeweils Zufahrtswege. Von denen biegt man auf eine freie Parkfläche ab, sofern vorhanden. Stellt man sich nun mittig und längs auf diese Zufahrten (siehe rote Markierungen auf dem CSI-Foto), sind links und rechts noch mindestens jeweils 2 Mercedes-E-Klasse-Breiten Platz. Kein Problem und gern gemacht wenn alle Parkflächen belegt sind. Ich selbst habe dort schon X-Mal mit nem Bus geparkt ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, etwas falsch gemacht zu haben. Parkverbotsschilder gibt es hier, im Gegensatz zu den Feuerwehrzufahrten, auch nicht. Und nun das.

Während die da also lustig die Staatskasse klingeln lassen kommt ein weiteres Opfer daher und stellt sich, fast direkt neben den Polizeiwagen, mittig auf die Zufahrt und ist sich keiner Schuld bewußt. Da sagt die Politesse: “Hier dürfen Sie nicht parken, stellen Sie sich woanders hin, ist doch alles frei”. Nichts ist frei, weit und breit alles voll. Um also gewissen- und wahllos Knöllchen zu schreiben ist eine berufsbedingte Blind- oder Blödheit von Wert schlussfolgere ich.

Die Jungs und Mädels von der Polizei Schenefeld (die Wache ist praktischerweise gleich um die Ecke) hatten es wahrscheinlich besonders eilig ihr Knöllchen-Soll zu erfüllen. Wo geht das besser als auf ‘nem Parkplatz!? Ich glaub’ sowas ist nur in Deutschland möglich. In Frankreich hätten die gleich was aufs Maul gekriegt.

Während ich das hier so schreibe stellt sich mir die Frage, wieso die Bullen Polizei überhaupt auf einem, so nehme ich an, privaten Parkplatz öffentliche Abzocke Ordnungsdienste leistet. Oder gehört das Einkaufszentrum etwa der Stadt? Das wäre noch zu recherchieren. Watergate ich komme.

Einheit ohne Ende

Mittwoch, den 3. Oktober 2007

Einheit ohne EndeDeutschland scheint gespalten wie eh und je. Die Wessies wünschen sich die Mauer zurück und beklagen den Solidaritätszuschlag. Die Ossies wünschen sich die Mauer zurück und beklagen die persönliche Pleite. Die Wessies sind arrogant und die Ossies sind undankbar. Vorurteile und Wahrheiten auf der ganzen Linie.

Ich habe mal ein paar aktuelle Zitate aus dem Internet zusammengetragen. Da werden schwere Geschütze aufgefahren:

Mir ist aufgefallen das bei den sogenannten Call-Inn Sendungen überwiegend nur Zuschauer aus den ” neuen Bundesländern ” anrufen. Kann nätürlich auch Zufall sein das ich beim durchzappen immer gerade die ” Ossis ” mitbekomme?

Gibts auch andere probleme??? naja, sowas ignorantes und uninteressantes kann auch nur von jemandem aus dem “tollen” westen kommen, wo alles aussieht wie aus den 70!

Diese undankbaren Ossis. Die halb zusammengefallene Infrastruktur wird vom Westen mit unmengen Kohle wieder aufgebaut und was passiert? Es wird gemeckert, was das Zeug hält. Sicher ist es richtig und gut, dass Deutschland wieder vereint ist. Ich persönlich jedoch, würde auch heute noch gut mit der kleinen BRD zurecht kommen.

Mann ihr aus hannover könnt doch nur bescheissen mit eueb eigenen spielern erreicht ihr doch nichts deswegen müsst ihr euch andere besorgen wir sind stolz wir machen alles mit unseren nachwuchs und darauf können wir stolz sein nicht wir ihr mit gekauften wenn ihr mit der selben mannschaft kommt dann werdet ihr mal sehn wir wir euch den arsch versohlen scheiss wessies ihr seit viel zu glatt für dei zweite liga

Und so weiter. Da muß man nicht lange suchen. Auch heutzutage nicht.

Es gibt glücklicherweise aber auch Gutes zu berichten. Wenn bei einer Begegnung die Verallgemeinerung nämlich fällt und aus dem “Ossie” oder dem “Wessie” plötzlich ein “Peter” oder “Rainer” oder “Sabine” wird, dann klappt’s. Der Ossie ist eigentlich doch ganz nett. Und hat einiges auf dem Kasten. Und der Wessie ist dann plötzlich überhaupt nicht mehr arrogant.

Wir müssen davon ‘runterkommen zu glauben, dass man zwei grundverschiedene Nationen mal eben so zusammenpappen kann. Das kann man nicht. Es ist im Gegenteil ein unglaublicher Kraftakt, der bis heute und noch weit in die Zukunft zu bewältigen ist. Es war und ist nicht damit getan jubelnd auf die Dächer von ein paar Trabbis zu klopfen und je 100 DM Begrüssungsgeld zu zahlen. Es gehört viel mehr dazu. Letztlich sind wir doch alle nicht gefragt worden und sitzen im gleichen Boot.

Ich wünsche Euch einen schönen, freien Tag. Und immer daran denken Peter, Rainer oder Sabine: Arschlöcher gibt’s überall. Helden auch.

Wir sind Weltmeisterin!

Sonntag, den 30. September 2007

Was für eine Vorstellung! Deutschlands Frauen schlagen Brasilien im WM-Endspiel 2:0. Und was uns da in China präsentiert wurde, war Fußball vom Feinsten. Unsere Tigerinnen haben gekämpft wie die Löwinnen. Die Brasilianierinnen nicht minder. Von dieser Mannschaft kann sich so mancher, satte, deutsche Fußball-MillionHerr ‘ne fette Scheibe abschneiden. Und das sagt einer, der sich bisher, zugegeben, nicht für Frauen-Fußball begeistern konnte.

Birgit Prinz (52.) 1:0, Simone Laudehr (86.) 2:0 und Nadine Angerer hat in der 63. einen Elfmeter abgewehrt. Und was sagte der Reporter am Ende? Sie hat während des ganzen Turniers keinen einzigen Treffer kassiert? Unglaublich.

Habe auch gleich ein schönes Blog zum Thema gefunden, bin ziemlich aus dem Häusschen, und muß jetzt Siegerehrung gucken. Bis dann.

Nachtrag:

1990 erhielten die Männer für den WM-Sieg 145.000 Westmark. Da sag noch jemand, so ein Schwanz sei außer zum penetrieren zu nix wert.


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