Kategorie 'Dachboden'

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Love or homicide

Dienstag, den 4. April 2006

Sometimes you can’t say…

Meine Güte

Donnerstag, den 16. Februar 2006

Was ist sie doch für ne linke, kleine Schlampe, die Zeit. Immer wieder kommt mir in den Sinn “Du könntest doch mal wieder was ins Blog schreiben, ist ja schon ein paar Wochen her”. Ein paar Wochen! HA! Monate! Jetzt sitzt das Miststück dahinten in der dunklen Zimmerecke und feixt sich einen, die Zeit. Und erinnert mich daran wie grenzenlos dämlich wir alle sind.

Denn.

Wenn unsere Stunde eines Tages gekommen ist, wird es genauso sein. Kurz vorher werden wir denken “oh, wir haben ja schon ein paar Tage nicht mehr so richtig gelebt, kann man ja mal wieder machen, jaja, soso”. Tage! HA! Jahre! Und dann wird dort im kalten Krankenhauszimmer (oder wahlweise hinter der durchbrochenen Leitplanke einer Autobahn) meine alte, mit allen Wassern gewaschene Freundin sitzen. Nur, diesmal wird sie nicht feixen. Sie wird sich totlachen über mich.

Und über Dich übrigens auch.

Lasst uns leben.

The Singer, not the song

Mittwoch, den 26. Oktober 2005

Wenn man bisher einen Songtext gesucht hat, gab man den Titel bei einer Suchmaschine ein und bekam seine ca. 20 Millionen Links zum Text. Man wählte einen und das war es.

Plötzlich ist es immer noch leicht. Aber nicht mehr sooo leicht. Stößt man doch vermehrt auf Seiten, die darüber informieren, daß sie abgemahnt wurden und den entsprechenden Songtext nicht mehr zeigen dürfen. Ich habe mich gefragt, warum?

Mit großer Mühe baute ich mir Szenarien, feilte, wurde unrealistisch, drehte hier und da ein bisschen, wurde Künstler und Wirtschaftsboss - und doch - kein Ergebnis.

Ich schreibe einen Song den alle Menschen lieben. Und ich will die Kohle. Also soll er gekauft werden. Warum nun den Songtext so eifersüchtig hüten? Ich meine, ich will doch nicht einen Song hören, lade mir den Text runter und sag dann “och nöö, das ist gut, das reicht mir. Nun will ich ihn doch nicht hören”. Oder “Das is aber n blöder Text jetzt wo ich ihn lese, kauf ich doch nicht”.

Ich kann verstehen und befürworte es sogar, dass sie diese elenden Sites schliessen, wo man erst einen Dialer runterladen der viel Geld kostet um dann einen fremden Songtext lesen zu können, alles andere verstehe ich nicht. Gar nicht.

Viele Künstler (oder deren Vermarkter) machen sich eh erst gar nicht die Mühe Songtexte ins Album zu packen. Kleiner Zettel mit Copyright reicht, dann ab in die Regale. Fans lauschen sich die Texte mühsam zusammen und dann kommen sie ins Netz und bekommen viele, viele Kinder. Und die jeweilige CD kostenlose Werbung.

Ich kapier es nicht. Sicher, abmahnen bringt Geld, ist aber, da machen wir uns heutzutage auch nichts mehr vor, extrem rufschädigend. Auch für den Künstler. Wir Netties sind keine Idioten, das hat sich mittlerweile rumgesprochen. Abmahnen bringt auch, im Verhältnis, nicht sooo viel Geld. Also was ist los?

Was treibt?

Dienstag, den 18. Oktober 2005

Was treibt einen dazu, mitten in der Nacht eine 1000 Watt Fotoleuchte anzuschmeissen, auf dem eiskalten Kellerboden zu hocken und ein Foto namens “Benutzter Pinsel auf einem Absatz zwischen zwei Räumen nämlich Keller und Waschküche” zu machen? Der Pinsel, der da rumliegt treibt einen. Und die Gier auf neue Sichtweisen, die doch niemals befriedigt wird, weil alles schon da ist (nicht wa(h)r!).

Und muss man einen möglichst beknackten Namen erfinden weil es das Bild letztlich doch nicht bringt? Vielleicht. Das kann nur der Betrachter beurteilen. Ich konnte es nicht “Pinsel” nennen, den erkennt niemand. Ich konnte es auch nicht “Absatz” nennen. Jeder hätte gefragt “wo ist der Rest der Geschichte?” Ausserdem erschien mir “ich hab dieses Foto mitten in der Nacht auf dem eiskalten Kellerboden gemacht und ich weiss eigentlich nicht warum” eine Spur zu lang.

Ich will damit sagen, ich bin nicht wirklich desorientiert, auch wenn es ganz sicher so scheint. Besser zu betrachten bei weissabgleich.de.

Zoo

Sonntag, den 16. Oktober 2005

Ich wollte nicht mehr in den Zoo gehen seit ich Kind war. Und hab es auch nicht getan. Ich kann dem Einsperren von Tieren unter dem Aspekt des Artenschutz nicht zustimmen. Denn: Dem Individum ist es doch völlig egal ob seine Art ausstirbt. Der Gepard zum Beispiel sagt sich doch nicht, ok, ich bin hier zwar in einem relativ kleinen Käfig in dem ich nicht mehr Gas geben kann und es jeden Tag die gleiche, öde Geschichte ist, aber wenigstens sterben wir Geparden nicht aus. Schwachsinn. Das Ganze ist mal wieder eine ganz egoistische, menschliche Geschichte.

Um es kurz zu machen, ich war trotzdem da. Zum Fotografieren. Ein paar der Bilder sind hier.

Ich hab drauf geachtet, wieviele unglückliche Tiere habe ich gesehen? Und kann ich das überhaupt beurteilen? Ob sie glücklich sind? Vermutlich nicht. Zwei habe ich gesehen, bei denen ich mir ziemlich sicher bin. Ein Elefantenkind, dass an der Wand in einem kleinen Elefantenhaus stand und sich nicht rührte. Und - im gleichen Haus - einen ausgewachsenen Elefanten, der mit dem Kopf zur Wand stand und sich recht psychotisch aufführte. Ansonsten war der Besuch weniger deprimierend als ich befürchtet hatte. Was aber nichts heissen muss. Ich musste ja nicht dableiben wie die anderen…


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